Top 24h
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macOS 27 hat keinen zentralen Schalter mehr für Apple Intelligence, und die Modelle bleiben nach dem Abschalten auf der Festplatte. RemoveMacAI deaktiviert die Funktionen, entfernt die Modelle und blockiert weitere Downloads – per Einzeiler oder Homebrew. Alle Änderungen sind umkehrbar. Das Tool nutzt ein Konfigurationsprofil, um Apples Einschränkungsschlüssel zu setzen, und leitet Modell-Downloads auf einen lokalen Port um.
Nebraska verlangt von Datencentern jährliche Berichte über Wasser- und Stromverbrauch, doch Google stufte die Zahlen als Geschäftsgeheimnis ein. Durch simples Markieren und Kopieren der geschwärzten Textboxen wurden die Werte sichtbar: Allein das Lincoln-Rechenzentrum Agate LLC verbrauchte 52,65 Megawatt Strom und 13,3 Millionen Gallonen Wasser – genug für etwa 20 olympische Schwimmbecken. Sechs Rechenzentren kommen zusammen auf 765 Millionen Gallonen. Google erwartet zudem Steuerrückerstattungen von insgesamt über 117 Millionen Dollar.
Das dänische Zentrale Personregister (CPR) meldet einen schweren Sicherheitsvorfall: Unbefugte haben sich über die rechtmäßige Zugangsberechtigung eines dänischen Unternehmens Zugriff auf Namen, Adressen und CPR-Nummern von rund 8,8 Millionen registrierten Bürgern verschafft. Personen mit Namens- und Adressschutz sind laut Prüfung nicht betroffen. Der Zugang des Unternehmens wurde gesperrt, der Vorfall wird untersucht und ist bei der Datenschutzbehörde gemeldet.
Ein neues Projekt bringt die klassische Visual-Basic-6-Entwicklungsumgebung ins Web: Der VB6 Studio Web zeigt Toolbox, Projekt-Explorer und Eigenschaften-Fenster direkt im Browser. Formulare wie frmOrders und Module wie modUtilities lassen sich anlegen und bearbeiten – ganz ohne Installation. Ein nostalgischer Blick auf die Ära der Desktop-Programmierung, nun als browser-native Anwendung.
RobCo aus Deutschland ist Europas neuestes Robotics-Unicorn und hat eine Bewertung von 1 Milliarde Dollar erreicht. Das Münchner Unternehmen entwickelt modulare Roboter für die Industrie und zeigt damit, dass europäische Robotik-Startups im globalen Wettbewerb bestehen können.
GrapheneOS hat einen Teilport für das Pixel 11 erstellt, kann ihn aber nicht fertigstellen, weil Google offenbar die ARM-Hardware-Memory-Tagging-Unterstützung (MTE) gestrichen hat. MTE schützt das gesamte Basis-OS vor Exploits und ist seit dem Pixel 8 integriert. Ohne MTE verschlechtert sich die Sicherheit nach der ersten Entsperrung erheblich. GrapheneOS empfiehlt daher, das Pixel 11 nicht zu kaufen, und erwägt, die Serie ganz zu überspringen, um sich auf kommende Motorola-Geräte zu konzentrieren.
Cloudflare hat die Web Search API in der Beta veröffentlicht. Sie ermöglicht KI-Agenten und Anwendungen, das Internet zu durchsuchen und Antworten mit aktuellen Informationen zu untermauern, statt URLs zu raten oder sich auf den Trainings-Cutoff eines Modells zu verlassen. Zur Auswahl stehen die Anbieter Ceramic.ai, Exa und Linkup, alle mit Zero Data Retention und Einhaltung der Verified-Bot-Standards. Die Abrechnung läuft über AI Gateway ohne Aufschlag, eigene API-Schlüssel sind möglich.
In der Region Irkutsk ist eine 27-jährige Mitarbeiterin eines Pestforschungsinstituts an der Pest gestorben, nachdem sie nach eigenen Angaben ein Röhrchen mit lebenden Bakterien zerbrochen hatte. Fast 200 Kontaktpersonen stehen unter medizinischer Beobachtung, ein Krankenhaus wurde unter Quarantäne gestellt. Die Behörden betonen, dass bislang keine weiteren Infektionen nachgewiesen wurden, und ermitteln wegen möglicher Sicherheitsverstöße.
Beim Bahrain GP in Malaysia sorgte ein Softwarefehler im Power-Unit-Controller dafür, dass zahlreiche Autos während der Formationsrunden im Leerlauf hängen blieben. Die FIA musste während der roten Flagge einen Patch programmieren, der an alle elf Teams verteilt wurde. Der Start verzögerte sich um 50 Minuten. Fahrer wie Lando Norris, Sergio Perez und Oliver Bearman kritisierten die überbordende Elektronik scharf und zweifelten am Hybrid-Reglement der Formel 1.
Nach der Schließung von Tippett Studios im August ersteigerte ein anonymer Fan eine Sammlung von CD-ROMs und digitalisierte sie. Die 90 .ISO-Dateien mit Testclips, Interviews und Behind-the-Scenes-Material zu RoboCop, Starship Troopers und Star Wars sind nun frei im Internet Archive zugänglich.
Vincent Bernat zeigt, wie man mit OpenSSH und nginx einen selbstgehosteten HTTP-Tunnel baut. Ein SSH-Reverse-Forward auf Port 0 lässt den Server einen freien Port vergeben, den nginx per Wildcard-Zertifikat unter einer Subdomain verfügbar macht. Ein Secure-Link-Modul schützt den Zugriff über einen zeitlich begrenzten Hash in der URL. Ein Helper-Skript findet den dynamischen Port und erzeugt teilbare Links – ganz ohne Drittanbieter-Dienste.
Ein always-on Mac Mini, der nur Claude und Codex ausführt, wurde über eine macOS-Schwachstelle in der Bildschirmfreigabe (CVE-2026-65400) gehackt. Ein Krypto-Miner wurde installiert. Der Autor erklärt, wie Apples TCC-Sicherheitsmechanismus mit GUI-Prompts headless Agents behindert und ihn zwang, Bildschirmfreigabe zu aktivieren – was den Angriff erst ermöglichte. Zudem kritisiert er irreführende Update-Einstellungen.
Dengue-Fälle in den USA stiegen 2024 um 360 Prozent, und 2023 gab es erstmals seit 20 Jahren wieder lokal erworbene Malaria. Dabei existieren längst wirksame Methoden: gentechnisch veränderte oder mit Wolbachia infizierte Mücken können Populationen um bis zu 95 Prozent reduzieren. Doch die Zulassung von Oxitecs Mücken dauerte 15 Jahre, und die Regulierung von Biotechnologie stammt aus den 1980er Jahren.
Huawei und Qualcomm haben eine mehrjährige, breite Patentlizenzvereinbarung unterzeichnet. Sie umfasst Kreuzlizenzen auf die Patentportfolios beider Unternehmen in Bereichen wie 5G, Compute, AI und Networking. Zusätzlich kauft Qualcomm bestimmte US-Patente von Huawei in den Bereichen Compute, AI und Networking. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Beide Seiten bekennen sich zu FRAND-Prinzipien und würdigen die jeweiligen Beiträge zur Mobilfunktechnologie.
Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2026 wird gemeinsam an Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel verliehen. Hegemann und Nagel entdeckten in der einzelligen Alge Chlamydomonas das lichtgesteuerte Ionenkanal-Protein Channelrhodopsin. Deisseroth machte daraus einen Lichtschalter für Nervenzellen und etablierte 2005 die Optogenetik. Mit dieser Methode lassen sich neuronale Schaltkreise im lebenden Gehirn präzise steuern und Erinnerungen, Gefühle und Verhalten erforschen. Der Preis ist mit 12 Millionen Schwedischen Kronen dotiert.
Mold 3.0.0 ist die erste Veröffentlichung der von C++ nach Rust portierten Version des Hochgeschwindigkeits-Linkers. Sie ist als direkter Ersatz für 2.42.1 konzipiert, bietet die gleiche Leistung und Kompatibilität, behebt aber zahlreiche Fehler und macht mold durch geprüfte Speicherzugriffe sicherer bei beschädigten Eingabedateien. Das Build-System wurde auf Cargo umgestellt; Rust 1.95 oder neuer wird vorausgesetzt.
Eine Frau aus Florida schrieb in Claude, sie wolle das Sheriff-Büro „shooten“. Das Sicherheitssystem von Anthropic markierte den Eintrag, ein menschlicher Prüfer stufte ihn als glaubwürdige Drohung ein und informierte die Polizei. Die Frau wurde festgenommen und muss sich nun wegen eines Verbrechens verantworten. Der Fall zeigt: Chats mit KI sind keine privaten Tagebücher – Anthropic behält sich vor, in Notfällen Nutzerdaten weiterzugeben.
ArtCraft veröffentlicht sieben Open-Source-Apps für Bildbearbeitung, Vektorillustration, Video, Fotoverwaltung, PDF, Motion Graphics und Seitenlayout – komplett in Rust geschrieben, ohne Electron oder Web-Views. PhotoCraft und PrintCraft sind bereits als frühe Alpha-Versionen für macOS, Windows und Linux verfügbar, die übrigen Apps befinden sich in Entwicklung. Alle Werkzeuge laufen lokal, bieten vertraute Profi-Oberflächen und lassen sich per CLI, JSON oder MCP-Server von KI-Agenten steuern.
Ein Go-Prozess mit io.ReadAll und proto.Unmarshal erzeugte unter Speicherdruck 40ms lange Stop-the-World-Pausen, weil der GC seine Metadaten liest und diese durch das Kernel-Swapping auf die NVMe ausgelagert wurden. 228 Page Faults verursachten 39 der 40ms. Zusätzlich stieg der Aufbau einer 511-KiB-Nachricht von 3–5ms auf bis zu 903ms. Der Green Tea GC von Go 1.26 änderte daran nichts.
Eine Diskussion auf Hacker News bezweifelt, dass sich Erdölprodukte einfach durch pflanzliche Materialien ersetzen lassen. Der Kern: Nachfrage ist praktisch unbegrenzt, und individuelle Verzichtsappelle reichen nicht aus, um CO2-Ziele zu erreichen. Selbst Gebäudedämmung und Elektrokabel brauchen Polymere. Die nüchterne Schlussfolgerung: Wir werden Kunststoffe nicht aufgeben – und sollten uns daher auf wirksame Lösungen konzentrieren.
Jacob Goldstein wollte nach zwei Jahren endlich eine eigene E-Mail-Adresse unter jacobg.co nutzen, ohne ein Vermögen auszugeben. Er testete Cloudflare Email Routing, das selbstgehostete Mailflare und Purelymail, scheiterte aber vor allem am zuverlässigen Versand. Mit Foundermail fand er eine günstige Lösung, die Cloudflare, SMTP/IMAP und verifizierten Versand kombiniert. Seine Erkenntnis: Empfangen ist einfach, Senden ist der wahre Engpass.
Ben Thompson sagte in einer Folge von Dithering, er schäme sich als Tech-Arbeiter, weil es so schwer sei, seiner Mutter bei ihrem digitalen Leben zu helfen. Am selben Abend erhielt Jim Nielsen eine SMS von einem Familienmitglied: „Ich hasse das moderne Web. Websites. Was für ein verbuggtes Durcheinander.“ Nielsen hört das oft von Nicht-Tech-Leuten – und schämt sich ebenfalls für das kollektive Versagen der Branche.
Turbo BASIC begann als BASIC/Z, geschrieben von Robert "Bob" Zale, und war der erste interaktive Compiler für CP/M. 1987 kaufte Borland ihn und veröffentlichte ihn für MS-DOS. Er ermöglichte größere Programme als GWBASIC und bot eine integrierte Entwicklungsumgebung. Nach nur zwei Jahren wurde er eingestellt; Zale kaufte die Rechte zurück und führte ihn als PowerBASIC weiter.
Ein Sicherheitsforscher berichtet, dass Xray-core eine Zertifikatsprüfungs-Umgehung in der Option pinnedPeerCertSha256 entdeckte, die am 6. Februar 2026 stillschweigend behoben wurde, ohne die Nutzer zu informieren. Da die alte Option entfernt wurde, mussten Nutzer auf die unsichere neue migrieren. Die Maintainer warnten vor „Streaking“ durch allowInsecure, setzten aber selbst Nutzer monatelang ungeschützt Man-in-the-Middle-Angriffen aus. Erst am 3. Juli 2026 wurde die Lücke über eine GitHub Security Advisory öffentlich.
Eine Welle erschwinglicher Elektroautos vergrößert die Auswahl für Verbraucher: Laut Transport & Environment sollen sich die Verkäufe von Modellen unter 25.000 Euro versiebenfachen. Der Bericht der Umweltorganisation zeigt, wie günstigere E-Autos den Markt verändern und mehr Menschen den Umstieg ermöglichen.
Homa ist ein neues Transportprotokoll, das TCP in KI-Clustern ersetzen soll. Es wurde in einem Paper auf der USENIX ATC '21 vorgestellt und verspricht geringere Latenz sowie höheren Durchsatz für verteiltes Training. Ein Stanford-Professor wirbt für den Wechsel, doch die Diskussion auf Hacker News zeigt: Die Community ist geteilt. Nur zwei Kommentare, aber die Debatte über die Zukunft von TCP in Rechenzentren hat gerade erst begonnen.
MusicBrainz Picard, der offizielle Tag-Editor für die MusicBrainz-Datenbank, ist in Version 3.0 erschienen. Die größten Neuerungen sind die Migration auf Qt6 und ein komplett neues Plugin-System: Plugins werden nun über eine zentrale Registry verwaltet, unterstützen eigene Übersetzungen und Vertrauensstufen. Hinzu kommen anpassbare Spalten, Filter in Listenansichten, Cover-Art-Verarbeitung, Unterstützung für synchronisierte Lyrics sowie native Builds für macOS ARM64. Picard-2-Plugins sind nicht mehr kompatibel und müssen migriert werden.
GNOME-Entwickler Michael Catanzaro argumentiert, dass KI-gestützte Schwachstellenscans 2026 unverzichtbar sind. Die Zahl der GNOME-CVEs ist von 21 im Jahr 2021 auf 141 allein bis September 2026 gestiegen, bei WebKitGTK sogar auf 305. KI-Berichte seien oft langatmig oder übertrieben, aber die meisten mittlerweile brauchbar. Ein Verbot KI-generierter Meldungen käme einem Verbot aller Schwachstellenberichte gleich. Er fordert, solche Berichte zu erlauben, und beendet sein eigenes Security-Tracking.
In dieser Serie entsteht eine Todo-Liste mit Haskell, GTK 4 und Adwaita. Der erste Teil richtet sich an fortgeschrittene Haskeller: Er zeigt, wie das haskell-gi-Toolkit GTK-Bindings erzeugt, wie ein erstes Fenster mit HeaderBar und ToolbarView aussieht und wie die Elm Architecture mit Model, View, Update, Messages und Effects die imperative Natur von GTK zähmt. Der komplette Code liegt auf GitHub.
Gitframes ist ein npm-Paket, das Coding-Agents nutzen, um Videoinhalte direkt auf der GPU zu rendern – ohne Headless-Browser. Es vereint Compositing, Motion Graphics, Typografie, 3D-Szenen und Audio in einer TypeScript-Umgebung. Die Engine setzt auf WebGPU, Metal und Vulkan, rendert deterministisch und frame-genau und benötigt nur 200–400 MB RAM pro Worker. Über 50 GPU-Shader, On-Device-Vision und animierte Charts sind integriert.