Die Nachrichten sind zur Unterhaltungsindustrie verkommen – und keiner merkt es
Vicious Cycles: Theses on a philosophy of news
Die Krise der Nachrichten als kulturelle Institution begann lange vor dem Internet: Schon in den späten Siebzigerjahren verwandelte sich der Journalismus in eine Maschinerie aus Pseudo-Events, die nur existieren, um berichtet zu werden. Politik wird zum Gefühlstheater, Fernsehnachrichten erzeugen durch Distress Engagement, und die eigentliche Botschaft lautet stets: Schalte morgen wieder ein. Der Autor zeigt, wie die Nachrichten ihre eigene Geschichte erzählen – die des Kuratierens von Aufmerksamkeit – und dabei die Welt nach den Gesetzen des Formats verzerren.
Bis die Nachrichten sagen können: „Wir haben heute keine Sendung (oder Zeitung), weil es nichts von Bedeutung gibt, das Sie betrifft“, wird der Journalismus sein Denkmal für die Wahrheit auf einer Lüge errichten.