Was Wappenkunde und japanische Mon über visuelle Identität lehren
What Heraldry and Mon Can Teach Us About Building Visual-Identity Generators

Ben Overmyer vergleicht europäische Heraldik mit japanischen Mon und zeigt, warum beide als generative Systeme funktionieren. Während westliche Wappen über eine formale Blason-Sprache beschrieben und dann gerendert werden, entstehen Mon direkt durch geometrische Komposition und Transformation. Für prozedurale Generatoren bedeutet das: Regeln und Beziehungen sind wichtiger als reine Symbolsammlungen. Der Artikel plädiert dafür, Grammatik und historischen Korpus getrennt zu modellieren, um auch Ausnahmen und regionale Eigenheiten abzubilden.
Ein zufällig ausgewähltes Motiv, das dreimal auf einen Kreis geklebt wird, ist genauso wenig überzeugend ein Mon wie ein zufällig ausgewählter Löwe auf einem Schild ein überzeugendes Wappen ist.