Rory Cormacs 'Fakers': Schwarze Propaganda als britisches Chaos
'Fakers' by Rory Cormac Review
In 'Fakers' beleuchtet Rory Cormac die Geschichte der Information Research Department (IRD), einer wenig bekannten britischen Propagandaeinheit. Das Buch zeigt, wie die IRD mit schwarzer Propaganda, erfundenen Organisationen und gestreuten Falschmeldungen gegen Feinde vorging, dabei aber oft in Farce und Absurdität abglitt. Cormac porträtiert eine Welt aus bröckelnden Fassaden, verregneten Straßen und notorischen Lügnern. Die Rezension von Richard Vinen fragt, ob die IRD überhaupt etwas erreichte und ob ihre Tätigkeit eher als Kunst denn als wirksames Werkzeug betrachtet werden sollte.
Manchmal hat man das Gefühl, dass die Verbreitung falscher Informationen zu einer Art Kunstwerk wurde und dass ihre Praktiker sie – wie Menschen, die früher Modelle aus Streichhölzern bauten – wegen ihrer Komplexität schätzten, nicht weil sie einem Zweck diente.