Kernspeicher im All: Das 128-KB-Modul des Spacelab-Computers von 1980

Cores in space: The core memory module from a 1980 Spacelab computer

Kernspeicher im All: Das 128-KB-Modul des Spacelab-Computers von 1980

Spacelab, das wiederverwendbare Labor für das Space Shuttle, nutzte einen französischen Minicomputer, die Mitra 125 MS. Dessen Arbeitsspeicher bestand 1980 – für die Zeit ungewöhnlich spät – aus magnetischem Kernspeicher mit 128 KB. Der Artikel zerlegt das Modul und erklärt die Funktionsweise: winzige Ferritringe speichern Bits, Koinzidenz-Stromadressierung wählt Speicherzellen aus, und Diodenmatrizen steuern die Lese-/Schreibvorgänge. Ein Blick auf ein Stück Raumfahrtgeschichte, das die Brücke von frühen Speichertechniken zur Halbleiter-Ära schlägt.

Da jeder Draht zwei Dioden benötigt, verwendeten Kernspeicher viele Dioden. Glücklicherweise waren Dioden klein und billig, sodass eine große Anzahl von Dioden handhabbar war.
  1. imnotr0b0t

    Die Architektur ohne Inhibit-Leitungen ist interessant. Machte das den Speicher schneller, oder war das Hauptziel einfach, die Anzahl der Leseverstärker zu reduzieren und das Board-Layout zu vereinfachen?

  2. lampcord

    Erstaunlich, wie zuverlässig Kernspeicher für kritische Systeme war, sogar im Weltraum. Wette, der wog ein Vermögen im Vergleich zu modernem RAM.

  3. kens

    Autor hier für alle eure Kernspeicher-Fragen...

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2026-08-30