Ein zoroastrisches Orakelbuch: Was Schlangen-Sichtungen an jedem Kalendertag verheißen
"The Persian MâR-Nâmeh Or, the Book for Taking Omens from Snakes" (1892)

1892 stellte der britische Chirurg George Waters der Bombay Anthropological Society das persische „Mâr-Nâmeh“ vor, ein zoroastrisches Orakelbuch aus dem 15. Jahrhundert. Es listet für jeden der 30 Kalendertage auf, was die Begegnung mit einer Schlange bedeutet – oft überraschend positiv, obwohl Schlangen in der zoroastrischen Tradition als Geschöpfe des bösen Ahriman gelten. Waters vermutete ägyptischen Einfluss; die Philologin Martina Palladino sieht darin möglicherweise vor-zoroastrische Vorstellungen. Der Text bleibt ein faszinierendes, weitgehend vergessenes Werk.
„Wenn du an Sheherivars Tag eine Schlange siehst, wirst du bald einen abwesenden Freund in deinen Armen halten.“