Ein Juwel im Kopf lernt, ich zu sein – und übernimmt irgendwann
Learning to Be Me (1990) [pdf]
Greg Egans Erzählung folgt einem Ich-Erzähler, dem als Kind ein winziges Juwel ins Gehirn gesetzt wird. Es beobachtet jeden Gedanken und wird vom „Lehrer“ so lange nachjustiert, bis es exakt dasselbe denkt wie das Gehirn. Mit Anfang dreißig wird dann das biologische Gehirn durch funktionsloses Gewebe ersetzt, das Juwel übernimmt den Körper und lebt praktisch ewig. Der Text kreist um die Frage, ob dieses Duplikat wirklich dasselbe Ich ist – oder nur eine perfekte Kopie.
Ich war sechs Jahre alt, als meine Eltern mir sagten, dass sich in meinem Schädel ein kleiner, dunkler Edelstein befand, der lernte, ich zu sein.