Verlage haben das Taschenbuch getötet – und dann die Leser beschuldigt
Publishers Killed the Paperback, Then Blamed Readers

Die amerikanische Lesekrise wird gern mit Tech und Politik erklärt. Doch Jacobin zeigt die Angebotsseite: Die großen Verlage stellten das Massenmarkt-Taschenbuch ein, das einst für ein paar Cent Lesestoff in Drugstores und Tankstellen brachte. 1939 verkaufte Pocket Books 8,5 Millionen Exemplare in zwei Jahren; 2024 lag der Top-Titel bei 53.000. Die Autorenvielfalt wich Serienware. Schuld seien die Leser, hieß es – ein bequemer Mythos.
Ich glaube, dass Massenmarkt-Taschenbücher Amerika demokratisiert haben. Für im Grunde ein oder zwei Dollar konnte man sich bilden. Man konnte sie auf der Schulbuchmesse mitnehmen. Man konnte sie an einer Tankstelle mitnehmen … Man musste kein Elitärer sein.