Die Mathematik hat keinen Anspruch auf die Ausrichtung von KI
Align AI and Mathematics–To Something Else

25 Fields-Medaillen-Träger beklagen in einem offenen Brief die mangelnde Ausrichtung von KI auf die Mathematik. Lior Pachter stimmt zu, dreht aber den Spieß um: Die Mathematik selbst habe ihre grundlegendsten Werte verraten. Anhand von Biografien wie Juliusz Schauder, Olga Ladyzhenskaya und Karen Uhlenbeck zeigt er, wie die Gemeinschaft Studenten und Ideen vernachlässigte. Sein Fazit: KI sollte sich nicht an den bestehenden Institutionen orientieren, sondern an Verständnis, Anerkennung und Fürsorge.
Vielleicht wäre es statt der Hervorhebung von Fields-Medaillen-Trägern in einem Brief über „Alignment“ aufschlussreicher gewesen, von Mathematikern zu hören, deren Karrieren durch mangelnde Mentorschaft und Förderung zunichtegemacht wurden.
- xanderlewis
Ich habe stark den Eindruck, dass fast keiner der Kommentatoren und Blogautoren, die sich hier über Mathematik auslassen, irgendeine Ahnung von Mathematik oder ihrer Kultur hat. Ich erkenne keine dieser Beschreibungen von Mathematikern wieder und kann mir nur vorstellen, dass sie ausschließlich auf Erfahrungen mit anderen, fast völlig unverwandten Teilen der Academia beruhen. Das ist nicht das erste Mal, dass ich das online sehe, aber die jüngsten Ereignisse scheinen es noch verschlimmert zu haben.
Ich bin mir nicht ganz sicher, was diesen absurden Hass auf eine der am wenigsten gierigen Gruppen von Menschen auf dem Planeten antreibt, aber es ist sicherlich keine Erfahrung. Für jeden, der welche hat, sieht es einfach nach absurdem Wahnsinn aus.
- andai
Ich habe diese Idee schon einmal gehört, dass die Zivilisation selbst bereits eine fehlgeleitete Intelligenz ist und dass KI die bestehenden Tendenzen lediglich verstärken wird.
- mag7269
"Leute in einem Burggraben wollen verhindern, dass der Burggraben durchbrochen wird, weil das ihren Status quo stört."
JEDES.EINZELNE.MAL. Kein Scheiß, warum sollten sie wollen, dass etwas Disruptives die Art und Weise stört, wie die Elite-Academia funktioniert? Und offensichtlich spreche ich von den "Master of the Universe"-Typen an der Spitze des Elfenbeinturms. Die waren absolut einverstanden mit privat finanzierten Professuren, Partnerschaften mit Buchverlagen, um Studenten mit Einzelzugangscodes und endlosen "neuen" Auflagen ihrer Bücher zu melken, Sommergehaltszuschüssen, Partnerschaften mit allen möglichen Privatunternehmen als Auftragnehmer und/oder dem Melken an der Tenure-Titte, während der durchschnittliche Lehrbeauftragte an einem lokalen College/einer lokalen Universität kaum über die Runden kommt und 150 Studenten in einer Vorlesung hat.
Der Autor spricht über seine Jahre an der UC Berkeley. Jenes UC Berkeley, das fast ein Jahrhundert lang als öffentliche Institution geöffnet war und Kaliforniens wahre Mittelschicht ausbildete, bis zum Donahoe Master Plan von 1960, aber langsam dazu überging, "Normies" auszusperren, und zu einem Modell des Elitismus umschwenkte, das absolut und katastrophal kaputt ist.
Verpiss dich.