Der Hubschrauber mit radioaktiven Rotorblättern
The Helicopter with Radioactive Blades

Der CH-53 Sea Stallion von Sikorsky nutzt seit den 1960er-Jahren ein ungewöhnliches System zur Risserkennung in den Rotorblättern: IBIS (Inflight Blade Monitoring System). Die Blätter sind mit Stickstoff unter Druck gesetzt; ein Druckabfall durch Risse wird durch eine kleine Menge radioaktives Strontium-90 angezeigt, das von einem Geigerzähler im Cockpit erfasst wird. Diese clevere mechanische Lösung ohne Elektronik am Rotor ist so effektiv, dass ältere CH-53-Varianten sie bis heute verwenden, während neuere Modelle auf Glasfasertechnik setzen.
Die Lösung war so einfach: Man wirft ein wenig ionisierende Strahlung in den Mix.
- 46Bit
Der Artikel ist sehr vage darüber, wie die Radioaktivität die Erkennung von austretendem Gas ermöglicht.
Das Video am Ende erklärt es ab Minute 7:50. Gasdruck, der auf eine Feder drückt, hält eine Strahlungsabschirmung an Ort und Stelle. Wenn das Gas austritt, bewegt sich die Abschirmung und die Strahlung kann erkannt werden.
- patwolf
In der Softwareentwicklung stoße ich oft auf Code, der übermäßig komplex erscheint. Es ist nicht immer auf den ersten Blick klar, ob diese Komplexität daher rührt, dass ein wirklich schwieriges Problem gelöst wird, oder ob die Entwickler es komplexer gemacht haben, als es nötig gewesen wäre.
Ohne Fachwissen über die Probleme der Erkennung von Rissen in Rotorblättern klingt das entweder nach einer genialen Lösung für ein super schwieriges Problem oder nach unnötiger Komplexität.
- vova_hn2
Was wäre, wenn der Hubschrauber in einem kontaminierten Gebiet eingesetzt werden müsste? Würde das nicht zu Fehlalarmen führen?
> Die CH-53 Sea Stallion wurde 1966 in Dienst gestellt
1966 war die Zeit des Kalten Krieges, also denke ich, dass die Idee, dass ein Militärhubschrauber in einem Gebiet fliegen müsste, das kürzlich mit Atomwaffen angegriffen wurde, nicht völlig abwegig war ...
- bch
Siehe auch den Porsche 917[0].
- Neywiny
> Die Lösung ist so elegant, dass sie noch heute verwendet wird. Die neuesten Versionen der CH-53 verwenden Glasfaser, um Fehler in den neuesten Rotorblättern aus Verbundwerkstoff zu erkennen. Die älteren Varianten? Die setzen weiterhin auf die nukleare Option.
Hm? Es ist also nicht wirklich in Gebrauch, sondern wurde nur nicht nachgerüstet. Das sind sehr unterschiedliche Dinge. Das liest sich auch nicht gut. Vielleicht ohne Korrekturlesen umgeschrieben