Leuchtstofflampen haben (doch) keine Ohren: Ein Mythos der Spionage wird enttarnt

Fluorescent lamps (don't) have ears

Leuchtstofflampen haben (doch) keine Ohren: Ein Mythos der Spionage wird enttarnt

Ein ehemaliger TSCM-Techniker erinnert sich an eine Behauptung aus seiner Ausbildung: Leuchtstofflampen könnten als passive Abhörgeräte dienen. Um diese urbane Legende zu testen, baute er eine Lampe mit Gleichstrombetrieb auf, setzte sie einem 200-Watt-Beschallungssystem aus und fotografierte mit 1/8000 s Belichtungszeit. Die hochauflösenden Bilder zeigten keinerlei durch Schall verursachte Helligkeitsschwankungen. Der Autor räumt ein, dass extremere Bedingungen theoretisch anders aussehen könnten, kommt aber zu dem Schluss, dass der Mythos praktisch widerlegt ist.

Aber was praktische Angriffe angeht, denke ich, der Mythos ist geplatzt. Tut mir leid, Mr. Bond?
  1. butvacuum

    Alle starren auf die Röhren... Was ist mit dem Diffusor mit pyramidenförmigen Linsen? Das stark gerichtete Licht projiziert einen Strahl (Leuchtstofflampen sind bekannt für ihre furchtbar harten Schatten) durch die dünne, leichte 24x24"- oder 24x48"-Linse (Diffusor). Da das Licht mindestens 8 Fuß nach unten projiziert wird, wird die winzige Ablenkung durch den Schall, der den Diffusor trifft, verstärkt. Dann wird an einer Grenzfläche von Licht und Schatten auf dem Boden die bewegte Projektion zu einem Helligkeitssignal, das Audio codiert enthält. Sie könnten eine Linse und eine Fotodiode verwenden. Vor 40 Jahren gab es nicht gerade 5000fps-Kameras für jeden.

  2. _kb

    Wenn man ein Video mit hoher Bildrate von einem Raum hat, gibt es viele andere Objekte, die als visuelle Wandler fungieren können: https://people.csail.mit.edu/mrub/VisualMic/.

  3. floxy

    Ich bin genauso skeptisch wie der nächste, wenn es um die Behauptung geht, dass Umgebungsaudio das Leuchtstofflampenlicht moduliert. Aber ich könnte sicher mehr Details darüber gebrauchen, welche Analyse mit den Fotos durchgeführt wurde. Es klingt so, als wären mehrere Fotos aufgenommen worden, sagen wir 100ms(?) auseinander. Dann wurden die Fotos Pixel für Pixel subtrahiert, um die Variationen in der Zeit (zwischen den Fotos) oder räumlich (benachbarte Pixel) zu betrachten? Ich denke immer noch, dass eine Fotodiode, AC-gekoppelt an einen Verstärker mit hoher Verstärkung, der in ein Oszilloskop eingespeist wird, der aussagekräftigere Test wäre. Mach einen Audio-Frequenzsweep von 100-10kHz. Sowohl mit eingeschaltetem Leuchtstofflampenlicht als auch nochmal mit ausgeschaltetem Licht (als Kontrolle, falls etwas anderes im Aufbau empfindlich auf das Audio reagiert).

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2026-09-02