Ein Mann dokumentiert jede öffentliche Toilette, die er besucht – und schafft damit ein unerwartetes Archiv
Restroom Archive
Das Restroom Archive ist eine kuratierte Liste öffentlicher Toiletten, die der Autor seit 2023 besucht hat. Jeder Eintrag nennt Ort und Datum, manche enthalten detaillierte Beschreibungen der Räumlichkeiten. Die Sammlung umfasst über 100 Orte von Brooklyn bis Shanghai und bietet einen ungewöhnlichen, aber faszinierenden Blick auf urbane Infrastruktur und alltägliche Geografie.
Diese Toilette ist durch den Flur links von der Theke zugänglich, an der man bestellt. Der Innenraum ist offen und komplett grau. Eine Koala Kare befindet sich an der linken Wand. Der Raum ist frisch fertiggestellt, sauber und völlig schmucklos.
- v9v
https://restroomarchive.com/r/2026-08-29-grand-army-plaza-au...
> Über der Tür ist ein Countdown-Timer, der davor warnt, dass sich die Tür in x Minuten automatisch öffnet.
Eine Toilette mit einer Tür mit Countdown klingt nach dem stressigsten Ding überhaupt.
- computerfriend
Hat jemand eine Empfehlung für eine Open-Source-Photogrammetrie-App für Android?
- ziofill
George Costanza wäre stolz
- malkia
Einen der Autoren sieht man hier im Spiegel :) - https://restroomarchive.com/r/2024-12-02-the-mart-collective
- keiferski
Öffentliche Toiletten sind ein so interessantes Thema im öffentlichen Dienstleistungsbereich. An manchen Orten ist es völlig normal, eine kleine Gebühr zu zahlen, und im Gegenzug bekommt man (meistens) einen sauberen Raum. An anderen Orten gilt die Idee, für die Toilettenbenutzung zu zahlen, als Beleidigung der Allgemeinheit.
Vor Jahren, als ich oft in New York war, hatte ich die Idee, eine kostenpflichtige Toiletten-App zu entwickeln, mit einem Hauch von Luxus. Man würde 30 Dollar oder so im Monat zahlen, um Zugang zu über 40 gut gestalteten Toiletten in der ganzen Stadt zu haben. Die Idee war, dass wir diese besitzen und betreiben würden, und sie wären extrem gut gestaltet, mit wunderschönen Fliesen im Innenraum, einer Vielzahl von Hygieneprodukten, Wasserflaschen und so weiter.
Ich denke immer noch, dass es funktionieren könnte, aber mit der Zeit begann ich die Idee nicht mehr zu mögen, da es ein weiteres Beispiel dafür gewesen wäre, dass das öffentliche Gemeingut im Wesentlichen ausgehöhlt und durch ein privatisiertes, kostenpflichtiges System ersetzt wird. Nicht dass die öffentlichen Toiletten in NYC überhaupt nur annähernd schön wären ... aber ich denke, eine bessere Lösung wäre weniger bewusst exkludierend. Andererseits, was könnte New Yorker sein als die Idee, Geld zu zahlen, um bessere Dinge zu bekommen?