Judo-Würfe als Netzwerke: Ouchi-gari ist der heimliche Star
Visualizing Combos in Judo in R

Der Autor, ein Ökologe und Judo-Praktizierender, modelliert Angriffskombinationen im Judo als gerichtete Netzwerke in R. Er analysiert, welche Wurftechniken als Einstieg dienen und welche als Finisher fungieren. Die Daten stammen aus klassischer Judo-Literatur und umfassen nur vom Kodokan anerkannte Techniken. Mittels Grad-Zentralität, Gradverteilung und dem Integrated Value of Influence (IVI) zeigt sich: Ouchi-gari ist der häufigste Folge- und Endpunkt, während Hiza-guruma und O-soto-gari typische Initiativwürfe sind. Die Gradverteilung folgt am besten einem abgeschnittenen Potenzgesetz, was auf eine begrenzte Dominanz einzelner Techniken hindeutet.
Ouchi-gari hat den höchsten Gesamtgrad und Eingangsgrad, was darauf hindeutet, dass es sowohl ein häufiger Folgeangriff als auch ein häufiger Endpunkt in Angriffssequenzen ist.