Rätselhafte Gletschermäuse: Moosbälle, die sich wie eine Herde bewegen
Glacier Mice
Gletschermäuse sind Mooskolonien, die auf Gletschern vorkommen und sich auf rätselhafte Weise bewegen – in Alaska wandern sie im Schnitt 2,5 Zentimeter pro Tag, offenbar in Herdenverhalten. Forscher vermuten, dass die dunkle Farbe des Mooses auf der Südseite Sonnenenergie absorbiert, das Eis schmilzt und die Kugel so nach Süden rollt. Beschrieben wurden sie erstmals 1950 vom isländischen Meteorologen Jón Eyþórsson als „jökla-mýs“.
Die Bewegung der Gletschermäuse scheint nicht zufällig zu sein, sondern ähnelt Herdenverhalten – ein Phänomen, das bislang unerklärt ist.