Zwanzig Jahre Pandoc: Wie ein kleines Haskell-Projekt die Dokumentenkonvertierung revolutionierte
Twenty Years of Pandoc

Am 3. August 2006 veröffentlichte John MacFarlane die erste Version von Pandoc, einem Dokumentenkonverter in Haskell. Aus einem kleinen Nebenprojekt wurde das beliebteste Haskell-Programm der Welt, das über fünfzig Formate unterstützt und in Werkzeuge wie Quarto und Jupyter Notebook integriert ist. MacFarlane erzählt die Geschichte des Projekts: von den Anfängen mit 3000 Zeilen Code, über die Entwicklung von Markdown-Erweiterungen, die Mitwirkung am CommonMark-Standard bis hin zu den vielen Beiträgen internationaler Entwickler.
Ich hatte keine Ahnung, dass dies nur die erste von über zweihundert Veröffentlichungen in den nächsten zwanzig Jahren sein würde; dass das Projekt zum beliebtesten in Haskell geschriebenen Programm werden würde; dass ich unzählige Stunden mit Fehlerbehebungen, Verbesserungen und Projektmanagement verbringen würde; dass ich mit Programmierern in vielen anderen Ländern zusammenarbeiten würde; dass Pandoc über fünfzig Dokumentformate unterstützen würde; dass es die automatische Generierung von Zitaten und Bibliografien ermöglichen würde; dass es in akademische Schreibwerkzeuge wie Quarto und Jupyter Notebook integriert werden würde; dass es auf Millionen von Computern auf der ganzen Welt installiert sein würde.