Kyoto-Forscher entschlüsseln, wie das Gehirn Gewohnheiten formt
Unraveling the mysteries of habit formation

Ein Team der Universität Kyoto hat eine neue Trainingsmethode für Mäuse entwickelt, die eine schnelle Gewohnheitsbildung ermöglicht. Dadurch konnten die Forscher erstmals die neuronalen Veränderungen im Gehirn einzelner Tiere während des Übergangs von zielgerichtetem zu gewohnheitsmäßigem Verhalten beobachten. Sie entdeckten zwei getrennte neuronale Schaltkreise: Einer bestimmt, ob eine Gewohnheit entsteht, der andere steuert, wie stark sie ausgeführt wird. Diese Erkenntnisse erklären individuelle Unterschiede bei Gewohnheiten und könnten helfen, bessere Gewohnheiten zu erlernen und Störungen wie Zwangsstörungen zu behandeln.
„Gewohnheiten sind eine der mysteriösesten Funktionen des Gehirns, und wir haben oft Schwierigkeiten, sie zu kontrollieren, obwohl es unsere eigenen Handlungen sind“, sagt Co-Korrespondenzautor Nozomi Asaoka.