Hiroshima-Atombombe schmiedete neuartige Mehrkomponenten-Legierung
Discovery of a multicomponent alloy forged by the Hiroshima atomic blast

Wissenschaftler entdeckten in einer glasigen Kugel aus dem Sand der Hiroshima-Bucht eine bisher unbekannte Mehrkomponenten-Legierung, die durch die Atombombenexplosion vom 6. August 1945 entstand. Das mikrometergroße Korn besteht aus Eisen, Chrom, Nickel, Mangan, Molybdän, Silizium und Aluminium und kristallisiert in einer geordneten AlAu4-Struktur. Die Legierung bildete sich vermutlich durch Kondensation aus metallischem Dampf im expandierenden Feuerball und anschließendes ultraschnelles Abschrecken. Diese Entdeckung zeigt, dass nukleare Plasmaereignisse komplexe metallische Phasen stabilisieren können und Atombombentrümmer als natürliches Labor für die Erforschung von Nichtigleichgewichts-Legierungen dienen.
Diese Entdeckung zeigt, dass nukleare Plasmaereignisse komplexe metallische Phasen stabilisieren können und unterstreicht, dass Atombombentrümmer als natürliches Laboratorium für die Bildung von Nichtigleichgewichts-Legierungen und die Materialforschung dienen.