4D-Archiv: 22 Kameras und Eye-Tracker erfassen die Kunst des Ikebana
Designing a 4D Digital Archive for Ikebana

Forschende der Universität Tokio haben ein 4D-Digitalarchiv für Ikebana entwickelt, das den gesamten Entstehungsprozess dieser Kunstform erfasst. Mit 22 synchronisierten Kameras und einem Eye-Tracker werden Körperbewegungen, die sich entwickelnden Blumenarrangements und der Blickverlauf aufgezeichnet. Die Kameraposen werden mit COLMAP geschätzt, jedes Videobild wird unabhängig mit 3D Gaussian Splatting rekonstruiert, wodurch eine Raum-Zeit-Sequenz entsteht, die sich aus beliebigen Blickwinkeln betrachten lässt. Diese frame-weise Rekonstruktion senkt die Rechenlast und vermeidet zeitliche Drift, sodass auch lange Aufnahmen auf moderater Hardware möglich sind. Das Archiv integriert Körperkinematik, räumliche Komposition, frontale Ästhetik und visuelle Aufmerksamkeit und bietet so eine reichhaltige Ressource für Forschung, Lehre und Praxis. Die Methode unterstützt die kulturelle Bewahrung des Ikebana und eröffnet neue Wege der Vermittlung impliziten Wissens.
Durch die frame-weise Rekonstruktionsstrategie wird die Rechenlast gesenkt und zeitliche Drift vermieden, sodass Langzeitaufnahmen auf moderater Hardware möglich sind, während die räumliche Kohärenz erhalten bleibt.