Sprachenlernen hält das Gehirn fit – bis ins hohe Alter
Learning Another Language May Be One of the Best Ways to Keep Your Brain Healthy

Sprachenlernen ist eine komplexe mentale Aktivität, die Gedächtnis, Mustererkennung und Aufmerksamkeit gleichzeitig fordert. Die Linguistin Karen Stollznow erklärt, wie dies die Neuroplastizität fördert und die kognitive Reserve stärken kann. Studien deuten darauf hin, dass Zweisprachigkeit mit dichterer grauer Substanz und besserer weißer Substanz einhergeht und Demenzsymptome später auftreten können. Auch im Erwachsenenalter kann das Lernen einer neuen Sprache die geistige Widerstandskraft unterstützen – nicht als Jungbrunnen, sondern als anhaltende Herausforderung.
Vielleicht sollte man das Sprachenlernen nicht als Möglichkeit betrachten, das Gehirn jung zu halten, sondern als Möglichkeit, die kognitive Widerstandsfähigkeit zu unterstützen – die Fähigkeit, trotz der mit dem Alter einhergehenden Veränderungen weiter zu lernen, sich anzupassen und zu funktionieren.