Quebecs Kinderbetreuung zahlt sich doppelt aus: Mütter verdienen langfristig mehr
Investing in mothers? The long-run impact of a universal child care

Eine NBER-Studie von Michael Baker, Jonathan Gruber und Kevin S. Milligan untersucht die langfristigen Folgen von Quebecs universeller, subventionierter Kinderbetreuung auf Erwerbsbeteiligung, Einkommen und Staatsfinanzen. Der Beschäftigungseffekt hält weit über die Vorschuljahre hinaus an, doch der Einkommenseffekt wächst im Lebensverlauf auf das Doppelte – durch höhere Arbeitsintensität und steigende Stundenlöhne. Beruflicher Aufstieg findet vor allem innerhalb der Berufe statt. Die fiscal balance fällt positiv aus: 75 bis 117 Prozent der Vorlaufkosten könnten über Steuern und eingesparte Sozialleistungen zurückfließen.
Unser Befund zur fiskalischen Bilanz dieser Effekte zeigt, dass der Nettobarwert der fiskalischen Erträge zwischen 75 und 117 Prozent der Vorlaufkosten des Programms zurückgewinnen kann.
- purpleflame1257
Dieselben Autoren fanden einige Hinweise auf Entwicklungsprobleme bei den Kindern derselben Kohorte. https://www.nber.org/papers/w21571
- black6
Dies setzt voraus, dass Mütter in der Erwerbsbevölkerung, die (steuerpflichtiges) Einkommen verdienen, an sich schon ein Vorteil ist. Es werden die familiären Auswirkungen nicht berücksichtigt, wenn man die Erziehung der eigenen Nachkommen an eine andere Partei auslagert.
- Tycho
Aus fiskalischer Sicht zahlt es sich also laut der Studie mehr oder weniger selbst durch höhere steuerpflichtige Karriereeinkommen der Frauen.
(BEARBEITUNG: es sei denn natürlich, diese zusätzlichen Einkommen waren größtenteils sozusagen Transfers von Nicht-Müttern an Mütter)
Aus gesellschaftlicher und menschlicher Sicht ist unklar, ob es sich lohnt.