Yen fällt unter 160 pro Dollar – Interventionseffekte verpuffen
Yen weakens past ¥160 per dollar, eroding intervention gains
Der Yen ist erneut unter die Marke von 160 pro Dollar gefallen und hat damit mehr als die Hälfte der Gewinne aus der Intervention Ende Juli wieder eingebüßt. Auslöser ist die Aussage von Fed-Chef Kevin Warsh, die Inflation sei weiterhin zu hoch, was Spekulationen auf Zinserhöhungen befeuert. Händler beobachten nun genau, ob die japanischen Behörden erneut eingreifen. Analysten erwarten, dass Tokio angesichts der nahenden BOJ-Sitzung zunächst abwartet, aber eine weitere Intervention nicht ausgeschlossen ist.
„160 ist keine Bewertungsmarke mehr, sondern eine politische Marke. Washington und Tokio haben de facto eine politische Linie in den Sand gezogen.“
- shoobiedoo
Ich lebe in Japan und vor fünf Jahren hatte mein Trinkkumpel damals nur USD und wollte gerade in den Shinkansen steigen. Er brauchte sofort Yen. Also sagte er: "Alter, ich tausche dir 100 USD gegen 10.000 Yen." Damals waren das nach dem Umtausch ungefähr fünfzehn Dollar Profit oder so, also sagte ich: Klar, hier hast du sie. Ich habe sie in eine Schublade gelegt und vergessen, bis vor ein paar Wochen. Damit fliege ich zum Mond, meine Damen und Herren.
- timr
Die BoJ muss die Zinsen anheben. Dollar zu verkaufen, um Yen zu kaufen, ist wie gegen den Wind zu spucken.
- chenzhekl
Es sei denn, Japan erhöht die Zinsen oder verschärft die Fiskalausgaben – keine noch so große Intervention wird funktionieren, solange die strukturellen Probleme bestehen bleiben.
- cco
Die Verteidigung einer Währung muss doch einen passenden Spruch haben, oder? So etwas wie: "Der Markt kann länger ehrlich bleiben, als deine Zentralbank solvent bleiben kann."? Es scheint immer schiefzugehen. Wie mit einem Strohhalm Wasser auf einen Waldbrand zu sprühen.
- Stevvo
Fantastisch, wenn man nach einem erschwinglichen Urlaubsziel sucht.