MIT-Studie: Logisches Denken funktioniert auch ohne Sprache
Separating logic and language

Forschende am MIT McGovern Institute haben gezeigt, dass Menschen mit schweren Sprachstörungen (Aphasie) logische Aufgaben genauso gut lösen können wie gesunde Kontrollpersonen. In einer Studie, die in PNAS veröffentlicht wurde, entwickelten sie sprachfreie Logikspiele und nutzten funktionelle MRT-Scans. Die Ergebnisse zeigen, dass das Sprachsystem im Gehirn nicht für logisches Denken zuständig ist – weder für induktives noch für deduktives Schließen. Überraschenderweise war das Multiple-Demand-Netzwerk nur bei induktivem Denken aktiv. Die Studie stützt die These, dass Logik und Sprache im Gehirn getrennt sind, und hat Implikationen für das Verständnis von Aphasie und für KI-Modelle wie ChatGPT.
„Es stürzt wirklich eine Theorie um, die besagt, dass symbolische Regelinduktion ohne sprachliche Fähigkeiten nicht möglich ist“, sagt Kean.