Warum nutzloses Wissen die Welt verändert: Abraham Flexners zeitlose Verteidigung der Neugier
The Usefulness of Useless Knowledge (1939) [pdf]
In diesem Essay von 1939 argumentiert Abraham Flexner, dass die größten wissenschaftlichen Durchbrüche aus scheinbar nutzloser Grundlagenforschung entstanden sind. Er zeigt anhand von Beispielen wie Maxwell und Hertz (Vorläufer der drahtlosen Telegrafie) oder Faraday (Entdecker der elektromagnetischen Induktion), dass reine Neugier, nicht der Gedanke an Anwendung, die treibende Kraft war. Flexner kritisiert die zunehmende Fokussierung auf unmittelbar verwertbare Ergebnisse und plädiert für Institutionen, die die Erforschung des Unnützen fördern, da genau daraus später ungeahnter Nutzen erwächst.
"Die wirklich großen Entdeckungen, die sich letztlich als wohltuend für die Menschheit erwiesen haben, wurden von Männern und Frauen gemacht, die nicht von dem Wunsch getrieben waren, nützlich zu sein, sondern lediglich von dem Wunsch, ihre Neugier zu befriedigen."